Donnerstag, 17. März 2011

Flop

Und dann war noch derjenige, der genauso gern wie ich Kajak fährt, aber leicht versoffen aussieht.
Das gestrige Treffen mit ihm war, nunja. Ich hatte vergessen, wie unangenehm Lehrer sein können. Daß sie es immer wieder schaffen, selbst gleichaltrige Menschen von oben herab zu belehren.
Außerdem war von seinen schönen dunkelblauen Augen nichts zu bemerken, weil immer auf die Erde sah. Sexy war er auch nicht.
Er sah das aber genauso, glaube ich. (Also in Bezug auf mich.)
Da er schon im zweiten Satz jammerte, daß er eigentlich nicht fit sei, baute ich ihm nach einer Weißweinschorle die Brücke, daß er sicher Ruhe und Erholung brauche und über die ging er gern und auch ich war froh, früh zu Hause zu sein.

O-o

Derjenige, den ich noch kurzentschlossen von Plattform B mitgenommen hatte, wohnt ein Stückchen von mir entfernt und paßt nicht so ganz in mein Suchraster. Er ist Witwer und hat einen Sohn kurz vor der Pubertät.
Als ich die Fotos sah, dachte ich: wasn Kerl! Bärig!
Als wir dann noch telefonierten und zum bärigen Kerl auch noch eine Menge Intelligenz, ein ruhiges Wesen, unheimliche Gradheit und eine wunderbare tiefe Stimme dazukamen, ja... Da vergaß ich doch glatt, daß brave Mädchen das Telefonat nach 10 Minuten beenden.

Wie ich in dieses Vater-Sohn-Idyll auch nur besuchshalber passen könnte, weiß ich noch nicht. Aber ansehen muß schon erlaubt sein.
Trotzdem sehe ich mich bereits im Frühsommer im Garten auf der Wiese am See liegen und ein bäriger Kerl massiert mir den Rücken.

Mal schauen, ob meine Träume den Realitätstest überstehen.

Es geht weiter

Die Fortsetzung des netten Abends mit dem etwas zerzausten romantischen Sucher, nennen wir ihn V., denn er wird hier sicher noch öfter auftauchen, fand vier Tage später statt. Zwischendurch gingen täglich sms hin und her.
Wir machten einen langen, sehr langen Spaziergang durch den Vorfrühlingswald am See entlang und plauderten. Dabei entdeckten wir unseren gemeinsamen Sinn für schwärzesten Humor und zynische Sprüche. Das ist schon einmal gut. Wenn er neben mir ging, - ich trug flache Schuhe - war er so groß wie ich, wenn ich mich nicht getäuscht habe. Ab und zu machte er so kleine tänzelnde Hüpfer, damit er wieder mit mir in den Gleichschritt kam, was sehr sonderbar war. Das merkt jetzt die krittelige Frau an...
Bisher fühle ich mich angenehm und entspannt in seiner Gesellschaft. Ich mag seine Behutsamkeit und Aufmerksamkeit. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich mich verliebe oder von ihm angefaßt werden möchte.
Er scheint da schon etwas weiter zu sein.

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