Samstag, 5. März 2011

Statistik

Die drei Onlinetage bei Anbieter B waren erfolgreich. Es funktioniert also noch. Die Auswahl liest sich, wie hungrig im Supermarkt eingekauft.

Es hatten sich im Laufe der letzten 14 Tage 22 Interessenten gemeldet.

Sechs davon waren Scammer. Das finde ich eine ziemlich hohe Quote für das seriöse Image des Anbieters. Allerdings geht man dort sehr schnell gegen die Leute vor und schmeißt sie wieder raus.

Sechs waren für mein Suchraster nicht interessant. Zu unattraktiv, älter wirkend (oder mit gefaktem Alter und schlechter Selbsteinschätzung), zu alt*, nicht gebildet genug, nicht meine Wellenlänge oder eine Mutter für ihre Kinder suchend.

Vier weitere fielen weg, weil schon ihr Profil verriet, daß sie nur Beischlafbettler sind. (Man könnte auch Fremdgänger und Bindungsunwillige sagen, ich finde dieses Wort aber viel treffender.)

Sechs bleiben, mit denen ich mich näher befaßt habe, weil ich sie attraktiv und interessant fand. Obwohl ich noch schärfer aussieben könnte, aber meine Entscheidungskriterien müssen sich auch erst entwickeln.

Einen habe ich, wie bereits erwähnt getroffen. Das kann ein Freund aus der Nachbarschaft werden, als Mann kommt er, wenn ich auf mein Gefühl höre, nicht in Frage.

Einer sucht eher eine Brieffreundschaft. Er lebt zur Zeit im Ausland, äußert nicht, daß er angetan ist von mir und seine letzte Mail klang eher in Richtung "unterhalt mich mal, du schreibst so gut". Nö.

Einer war ein guter Mailpartner, wir gaben uns den Stift in die Hand. Mein Typ ist er nicht unbedingt, aber meine beste Freundin war begeistert und riet mir zu. (Ja, das gibt es, daß Freundinnen draufschauen!) Also verabredete ich mich für nächste Woche mit ihm.
Danach meldete sich mein Bauchgefühl. Als ich mir die letzte Mail noch einmal durchlas und das Profil ansah, fiel mir etwas auf, das ich übersehen hatte. Zwei Sätze "das muß ich dir persönlich erklären", als es um die privaten Lebensumstände ging und keine Angabe über den Familienstand.
Erst sagte ich mir: Sei nicht feige, laß dein Kopfkino, geh hin, konfrontiere dich, es kann sein, daß alles ganz anders ist. Aber das sichere Gefühl, daß mir die Situation bekannt vorkam und der Umstand, daß ich ohnehin nicht sooo schwer begeistert war, ließen mich eine Mail schreiben. Vielleicht ist so eine Mail das, was Männer an Frauen als Zickigkeit empfinden. Aber das ist nicht mein Problem, niemand hat gesagt, daß es einfach wird und ich nach fremder Pfeife tanzen werde.
Ich schrieb also, daß ein Treffen sehr kurz wäre und sich nicht lohnen würde, wenn er mir entweder sein Konzept von Unverbindlichkeit oder die Existenz einer festen Partnerin erklären wolle. Wer ein gesundes Selbstbewußtsein und seine Angelegenheiten in der Richtung geklärt hat, braucht mit einer Antwort nicht zu zögern und hat keinen Grund zum Beleidigtsein.
Ich bin gespannt. Wenn keine Antort kommt, habe ich den Termin von der Backe, was mich eher erleichtert.
Souverän war das nicht. Die Lehre daraus ist, das Mailgeplänkel dazu zu nutzen, Fragen zu stellen, wenn etwas unklar ist und dem Drängen nach einem Treffen erst nachzugeben, wenn einigermaßen Klarheit besteht, daß mein Gegenüber nicht etwas ganz anderes will als ich.

Einen gibt es, den treffe ich vielleicht nächste Woche, aber da sagt mein Bauch, daß das eher ein romantischer Sucher als ein Finder ist. Ich finde ihn sehr attraktiv und bin begeistert. Mal schauen, ob sich das hält.

Einer ist nicht ganz kompatibel, aber ich finde den Ausstieg nicht. Das war eher mein Reflex, beruflich sehr engagierte Leute erstmal gut zu finden. Aber wenn dahinter ein kleines Ehrgeizpaket mit Kommunikationsschwäche und herrischer Attitüde steht, ist das eher abtörnend.

Einer ist ganz frisch, den habe ich ins Offline-Leben mitgenommen, weil die groben Eckdaten ganz interessant waren.

Einer, der letzte im Bunde, hat wunderschöne dunkelblaue Augen und leider ein Gesicht, das verrät, daß er es mit dem Trinken etwas übertreibt. Es gibt gemeinsame Sportinteressen, die etwas seltener sind. Das ist jemand, den ich nicht von der Bettkante schubsen würde, solange er sich dafür nicht zwei Flaschen Wein hinter die Binde gießen muß. Als potentielle Partner wirkt er zu unreif. Im mittleren Alter sollte ein Mann nicht mehr aussehen wie ein zu groß geratenes Kind.


*ab 10 Jahre Unterschied

Freitag, 4. März 2011

First Date

Irgendwie ging es plötzlich ziemlich schnell.
Ohne lange Schreiberei, das Telefonat war nett und da es jemand aus meinem Stadtviertel ist, sah ich kein Problem, mich kurzfristig mit ihm zu treffen.
Ich schlug ein Café-Restaurant in der Nähe vor, das gutes Essen hat, aber nicht steif ist und wo ich nicht sehr oft hingehe. Ich hatte keine Lust, Bekannte zu treffen.
Wiederum: Ein gutes Gespräch, für mich sehr erkenntnisfördernd und unglaublich lustig.
Seit der Trennung von einem Vielredner und dem monatelangen Rückzug in meine Wohnung habe ich nicht mehr so viel geredet und Witze gemacht.
Allerdings habe ich auch den größte Teil der Konversation allein bestritten und mußte mich zusammenreißen, daß ich nicht zu viele private Informationen rauslasse, weil von der Gegenseite sehr wenig in der Richtung kam.
Mein Bauchgefühl der Begegnung: Wir könnten als Freunde viel Spaß haben, aber knallen wirds wahrscheinlich nicht. Also bei mir. Das dauert ja immer eine Weile. Ich fand ihn menschlich sehr angenehm, aber nicht sexy. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob meine Sensoren in der Hinsicht so gut sind, ich bin am Anfang extrem distanziert, aber da liege ich, glaube ich, richtig.
Er schien angetan, aber vorsichtig zu sein.
Ich schmiß natürlich alle Regeln für ordentliche Mädchen über Bord: das Treffen war zu lang und ich habe es nicht beendet. Aber auch das darf ich noch üben.

Die Selbsterkenntnis des Abends:
Ich stelle zu wenig Fragen. Das war schon immer so. Fragen stellen ist für mich Eindringen in die Privatsphäre des Gegenübers und Outing meiner Interessen. Schwieriges Pflaster. Da muß ich üben.

Mittwoch, 2. März 2011

Kickstart

Gestern abend bekam ich von Anbieter B drei Tage Freischaltung geschenkt, als Entschuldigung, daß die Abnahme der Texte 3 Tage gedauert hatte.

Was für eine gute Gelegenheit, das Postfach abzuarbeiten und dem einen oder anderen Fotos zu schicken.
Vor allem aber die Fotos der Interessenten anzusehen. Nichts katastrophales. Die Leute könnten einem tagtäglich auf der Straße begegnen. Wir würden uns zu 80% keines Blickes würdigen.
Die Ablehnungskandidaten bekamen eine nette Mail. Bis auf einen, der zwar Witwer mit zwei Kindern ist, aber sehr sympatisch wirkte, dem schickte ich Fotos. Schließlich möchte ich tief im Grunde meines Herzens Arztgattin in der Provinz sein.
Die Ablehnungsgründe waren fast immer dieselben. Zu alt für das Alter oder dick und rotweinnasig oder ne Nummer zu soft und still. Solche Leute verdränge ich mit meiner Präsenz.*
Bei einem Mann war ich ein bißchen voreilig im antworten und Foto freischalten. Ich glaube, das ist lediglich ein Fremdgeher. Getrennt lebend, Familie ist wichtig, sehr gut aussehend. Da bin ich vorsichtig, auch wenn es nur Bauchgefühl ist.
Der nächste war pure Nostalgie, so sahen meine Jugendlieben aus. Ich habe ihn den Fraggle getauft. Es ist zwar etwas anachronistisch, mit 50 noch einen Pferdeschwanz zu haben, aber den Kontakt gönne ich mir. Außerdem war er sehr zurückhaltend und höflich.
Dann war noch ein guterhaltener Althippie aufgeschlagen. Viel in Südamerika unterwegs. Selbständig. Zeitlich flexibel. Bestimmt Dealer. Aber im Grunde nicht so wahnsinnig interessant, als Mann wie als Biografie.
Dann noch jemand für die Projektionen aus der Ferne - im Auslandsjob und sehr charismatisch.
Morgen abend ist sowieso Schluß. Ich werde heute abend noch ein paar Profile anklicken, um Leuten vor der Nase rumzulaufen und bei ausgewählten Leuten eine Mailadresse hinterlassen.
Ich weiß noch immer nicht, ob es das ist und wenn ja, ob jetzt schon der richtige Zeitpunkt ist. Ich habe ein Wintergesicht, es ist abend hundekalt draußen und so richtig in Fühjahrsstimmung bin ich noch nicht.
Also langsam angehen.

*oh, ich habe noch einmal nachgesehen. Der sah nur so komisch aus, weil er seinen Perso eingescannt hatte. Ein blau schimmernder Kopf und der Rest s/w.

Montag, 28. Februar 2011

Korrekturen

Meine beste Freundin sah heute noch mal auf die Texte, die ich fürs Onlinedating geschrieben hatte. Die eine oder andere gruselige Formulierung hat sie mir um die Ohren gehauen. Richtig so. Der Ansatz war da, aber ich hatte ihn nicht durchgehalten: Leicht und charmant sein, um ins Auge zu fallen und neugierig zu machen. Da waren noch furchtbar kopfverknotete Sätze dabei. Wenn ich die selber lesen würde, würde ich einen spontanen Sprung rückwärts machen.

Aber wie mache ich jemandem klar, daß zusammensein und getrennt wohnen für mich uninteressant ist und ich trotzdem nicht das Frauchen bin, das jeden Abend kocht?

Noch war niemand dabei, für den sich ein Vertrag lohnen würde. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, auf Anfragen nicht einmal mit der üblichen Standardabsage antworten zu könen. Vor allem bei Leuten, die redlich und ehrlich auf der Suche zu sein scheinen. Der opihafte Mittfünfziger Dipl.Ing, verbeamtet, verwitwet, der mich "auf seine Kosten" zu einem Kaffee einladen wollte zum Beispiel. Oder der bayerische Schmied, der überlesen hatte, daß Katzen bei mir garnicht drin sind und von seiner Miez und seinem gestörten Pferd schrieb, die er aufgenommen hatte.
Um die anderen ist es grade nicht schade. Im Postfach des eleganten Anbieters sind wieder ein Manager und ein Herzchirurg aufgeschlagen. Wieder so perfekt formuliert, daß ich sie für Fakes halte. Ein Professor mit greisenhaftem Habitus, der behaupete, 57 zu sein, war hingegen sicher echt.
Also noch alles ganz entspannt und morgen abend entwerfe ich mit meiner Freundin die Annonce.

Sonntag, 27. Februar 2011

Die ersten Interessenten

Nun sind die Texte auf beiden Plattformen freigeschaltet.
Ich widerstehe allen Verlockungen, einen Vertrag abzuschließen. Bisher hat mich noch keine Kontaktanfrage interessiert.
Zwei ältere Leute, die mit mir als Interesse gutbürgerliches Essen teilen, aber nicht wissen, daß ich das eher aus Nostalgie und Ironie mag. Ein Hesse, der von vornherein eine Fernbeziehung will. Ein leicht legasthenischer Gastronom.
Dann zwei dampfplaudernde F...bolzen, die sich gegenseitig überboten ihrer Schau:
du solltest schöne Wäsche mögen
immer einen Rock tragen
und hohe Schuhe
gehen wir in meine Sauna
am liebsten in meinem Bett
den Augenblick genießen
von S*x bis Erotik
spontan treffen

Gähn. Dafür muß ich keinen 50jährigen über ein Datingportal kontakten. Dafür gehe ich tanzen und nehme jemanden mit nach Hause.

Samstag, 26. Februar 2011

Annoncen

Da ich von den Annoncen in der "Zeit" immer lachen muß und vor denen in der "FAZ" kopfschüttelnd sitze, bleibt mir nur das Stadtmagazin.
Hier hat sich die Landschaft extrem geändert. Vor 15 Jahren waren alle alternativ, therapieerprobt und diskussionsgestählt. Vor 10 Jahren suchten Berufsanfänger und Workaholics eine junge Frau zum Familiegründen. Heute wollen 60% der Männer das:
tabulos
unverbindlich
ohne Anlaufzeit
streßfrei
ohne Ansprüche
nebenher
anregend
gelegentlich
lieb fi... (sic!)
Mehr braucht man dazu nicht sagen.
Der Rest sucht im gesetzten Alter Mädchen oder tatsächlich eine Frau. An die verbleibenden 30% werde ich mich halten.

Partnersuchmaschinen II

Anbieter B, der im Fernsehen hartnäckig behauptet, es warte jemand auf mich, kenne ich schon von der letzten Suche vor 7 Jahren.
Der Profiling-Test ist gleich geblieben und bringt die erwarteten Ergebnisse. Die Nutzeroberfläche ist mittlerweile etwas komfortaler und differenzierter. Es ist zu sehen, wann jemand online ist und es gibt eine verfremdete Fotovorschau (die meiner Meinung nach schon einige über Statur und Körperhaltung verrät). Einige Gimmicks sind dazu gekommen. Spaßfragen, Lächeln verschicken.
Ohne Vertrag ist das Angebot bunt gemischt und nicht nach Bildungsgrad bzw. Einkommen gefiltert. Es sind einige nette, hart arbeitende Jungs dabei, für die Rechtschreibung und Grammatik nicht wichtig ist.
Das ist nicht meine Zielgruppe, logisch. Ich bin Rechtschreibnazi und vor einem Partner intellektuell tiefstapeln zu müssen, weil er sonst mit mir ein Problem hat, wäre nicht mein Fall. (und das ist erprobt, kein Vorurteil) Und, kleine Bissigkeit am Rande, auch das Wort Management sollte man richtig schreiben, wenn man in selbigem beschäftigt ist.
Positiv ist, daß nur Leute gelistet werden, die tatsächlich unterwegs sind. Die längste Login-Pause, die ich gefunden habe, waren 6 Wochen. Ob diejenigen nun zahlende Mitglieder sind, zu denen man Kontakt aufnehmen kann oder ob sie nur immer mal schauen, ob nun die Traumprinzessin dabei ist, wegen derer man bezahlen sollte, ist nicht ersichtlich.
Was für mch neu war, daß mittlerweile auch hier einige Scammer unterwegs sind.
Zuerst wunderte ich mich, daß bei den Schnellschießern, die sofortigen Kontakt wollen, ohne daß mein vollständiges Profil online steht, drei Leute dabei waren, die mich völlig wirr fremdsprachlich kontaktierten. Zwei Tage später waren die vier Profile, die das in der oberen Region meiner Liste betraf, gelöscht. (Ich finde das ziemlich viel, aber es ist nicht zu beeinflussen, schließlich wurde schnell reagiert und ich bin auch nicht auf den Kopf gefallen.)
Dagegen dauerte es länger als 24 Stunden, nämlich 3 Tage, bis meine selbst verfaßten Texte geprüft waren. Ich hatte mich zwischendurch sogar mal beschwert.
Einer der ganz schnellen Jungs, der mich sofort treffen wollte, hat sich auch bereits beleidigt zurückgezogen und ich überlege immer noch, bei wem ich einen Vertrag abschließe.

Partnersuchmaschinen I

Anbieter A, der damit wirbt, besonders hochklassige und anspruchsvolle Kandidaten zu vertreten, bietet die üblichen "wissenschaftlich fundierten" Fragen und Tests.
Was dabei heraus kommt, weiß ich ohnehin. Ich bin extrem tolerant und distanziert, halte Liebe nicht für eine Schicksalsmacht und alles andere liegt in der Norm. Daß ich langsam auftaue und dann sehr anschmiegsam sein kann, bildet der Test nicht ab. Es ist ein Ist-Status.
Meine Texte der "Ich über Mich"-Abteilung sind witzig und unpathetisch. Mir geht es darum, Aufmerksamkeit zu erregen. Wie ich ticke, das sollen die Männer, die sich interessieren, schon selbst entdecken.
Mein Haupt-Foto ist so, daß man auch ohne Freigabe ahnt, daß ich gut aussehen kann. Die Freischaltung der Texte geht schnell. Aber wie immer kommen vorher schon die Anfragen der Frischfleischinteressenten und Torschlußpaniker, man will mich teilweise ohne Anschreiben direkt treffen.
Da wir uns in diesem abgezäunten Gelände auf der Jagd befinden, geht das in Ordnung. Ich habe nur kein Interesse daran, nach einem Schnellschuß zusammenzubrechen, meine Herren. Tut mir leid.
Außerdem wäge ich immer noch ab, welchen Anbieter ich wähle, sichte die Vorschläge und ich kann nicht antworten.
Das Sichten ernüchtert mich etwas. Ein guter Teil ist nur mit den notwendigsten Daten versehen, es sind nur wenige (natürlich verfremdete) Fotos dabei. Männer, die mein Profil interessiert, sind meistens 20 Jahre älter als ich. Daran werde ich mich gewöhnen müssen.
Großer Vorteil dieses Anbieters ist, daß der Status der Mitglieder offen liegt. D.h. zahlendes Mitglied oder nicht, seit längerem gelistet, ohne einen Vertrag abzuschließen, letztes Login etc. Damit sind Karteileichen und Blindfische relativ gut zu umschiffen.
Der überwiegende Anteil der Leute ist tatsächlich Akademiker, der eine oder andere Handwerksmeister oder Gastronom ist auch dabei. Einer bezeichnet sich als Kleinunternehmer und outet sich - wenn er das ernst meint - sofort als Geringverdiener.
Keine zwei Stunden nach meiner Anmeldung bekomme ich Post vom Traummann aller Frauen schlechthin: dem schlanken, sensiblen, reflektierten, fürsorglichen Oberarzt in leitender Position. Seine Vorstellungstexte lesen sich wie ein Arztroman. Zu dieser Perfektion in der Selbstdarstellung hat es niemand anders um ihn herum geschafft. Was er in der Mail an mich schreibt, das kann ich leider nicht lesen, dazu müßte ich bezahlen.
Kinder, verarschen kann ich mich alleine.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Partnersuchmaschinen

gibt es eine ganze Menge und ich habe mir sagen lassen daß es Zeiten gab, in denen sogar bei einem Anbieter, der nur ein berufliches Netzwerk ist, mehr gebaggert wurde, als Jobkontakte gemacht wurden.
(Ganz nebenbei: ich habe mit einem Bekannten mal online verfolgt, wie in diesem Netzwerk eine großbrüstige Blondine im pinkfarbenen Kostüm innerhalb von 5 Stunden 350 Kontakte mit Leuten aus Zeitungsredaktionen gemacht hat. Schneller kann man sich den Verteiler incl. Durchwahl und Handynummer nicht aufbauen.)

Aber zurück zu den richtigen Anbietern.
Der, der Freunde vermittelt, fiel von vornherein aus. Zuviel Belästigung, Perverse, Pick up Artists und Fremdgeher.
Eine andere Datenbank, die vor allem Esoteriker und Alternative zusammenbringen wollte, interessierte mich. Nicht, weil ich Ambitionen in dieser Richtung habe. Sondern, weil ich wissen wollte, worum es den männlichen Friedenstauben geht. Immer noch Beziehungskisten oder mittlerweile nur noch Tantra?
Ich weiß es immer noch nicht, denn nachdem ich den Fragemarathon hinter mich gebracht hatte, in dem ich u.a. gefragt wurde, ob ich Zwitter sei oder mit mehreren Partnern leben möchte, sollte ich die Katze im Sack kaufen. Einen Blick in die Datenbank gibt es erst nach Bezahlung. Es ist zwar wesentlich preiswerter als bei den Marktführern, aber für mich uninteressant. Bisher habe ich noch weder eine positive, noch eine negative, sondern gar keine Meinung von jemand anders gehört. Nicht daß Rainer Langhans und ich dann dort allein sind.
Nach der Anmeldung wurde ich im Zweitagesabstand mit angezickten Mails bombardiert, ich solle mich für "nur X Euro" freischalten, denn man sei der einzig richtige Anbieter für mich. Außerdem sieht die Seite aus, als hätte sie ein Farbenblinder entworfen, das Auge datet mit.

Dann gibt es da noch zwei sehr große Anbieter. Die Eleganten und die, die behaupten, es würde jemand auf mich warten. Nennen wir sie in der Folge A und B.

Dienstag, 22. Februar 2011

Und wie soll das funktionieren?

Ich habe mir vorgenommen, bis zum Herbst so gut wie alles zu testen, was es an Möglichkeiten in meiner Stadt gibt.
Was heißen will:
Unter Leute gehen. Vereine und Kurse besuchen. Auf Parties, Vernissagen und Veranstaltungen gehen.
Im Stadtmagazin annoncieren.
Datingportale nutzen.
Die Angebote von Freunden anzunehmen, mich jemandem vorzustellen.
Ich möchte darüber berichten, so es nicht zu privat wird. Natürlich werden alle Beteiligten bis zur Unerkennbarkeit anonymisiert.

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