Korrekturen
Meine beste Freundin sah heute noch mal auf die Texte, die ich fürs Onlinedating geschrieben hatte. Die eine oder andere gruselige Formulierung hat sie mir um die Ohren gehauen. Richtig so. Der Ansatz war da, aber ich hatte ihn nicht durchgehalten: Leicht und charmant sein, um ins Auge zu fallen und neugierig zu machen. Da waren noch furchtbar kopfverknotete Sätze dabei. Wenn ich die selber lesen würde, würde ich einen spontanen Sprung rückwärts machen.
Aber wie mache ich jemandem klar, daß zusammensein und getrennt wohnen für mich uninteressant ist und ich trotzdem nicht das Frauchen bin, das jeden Abend kocht?
Noch war niemand dabei, für den sich ein Vertrag lohnen würde. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, auf Anfragen nicht einmal mit der üblichen Standardabsage antworten zu könen. Vor allem bei Leuten, die redlich und ehrlich auf der Suche zu sein scheinen. Der opihafte Mittfünfziger Dipl.Ing, verbeamtet, verwitwet, der mich "auf seine Kosten" zu einem Kaffee einladen wollte zum Beispiel. Oder der bayerische Schmied, der überlesen hatte, daß Katzen bei mir garnicht drin sind und von seiner Miez und seinem gestörten Pferd schrieb, die er aufgenommen hatte.
Um die anderen ist es grade nicht schade. Im Postfach des eleganten Anbieters sind wieder ein Manager und ein Herzchirurg aufgeschlagen. Wieder so perfekt formuliert, daß ich sie für Fakes halte. Ein Professor mit greisenhaftem Habitus, der behaupete, 57 zu sein, war hingegen sicher echt.
Also noch alles ganz entspannt und morgen abend entwerfe ich mit meiner Freundin die Annonce.
Aber wie mache ich jemandem klar, daß zusammensein und getrennt wohnen für mich uninteressant ist und ich trotzdem nicht das Frauchen bin, das jeden Abend kocht?
Noch war niemand dabei, für den sich ein Vertrag lohnen würde. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, auf Anfragen nicht einmal mit der üblichen Standardabsage antworten zu könen. Vor allem bei Leuten, die redlich und ehrlich auf der Suche zu sein scheinen. Der opihafte Mittfünfziger Dipl.Ing, verbeamtet, verwitwet, der mich "auf seine Kosten" zu einem Kaffee einladen wollte zum Beispiel. Oder der bayerische Schmied, der überlesen hatte, daß Katzen bei mir garnicht drin sind und von seiner Miez und seinem gestörten Pferd schrieb, die er aufgenommen hatte.
Um die anderen ist es grade nicht schade. Im Postfach des eleganten Anbieters sind wieder ein Manager und ein Herzchirurg aufgeschlagen. Wieder so perfekt formuliert, daß ich sie für Fakes halte. Ein Professor mit greisenhaftem Habitus, der behaupete, 57 zu sein, war hingegen sicher echt.
Also noch alles ganz entspannt und morgen abend entwerfe ich mit meiner Freundin die Annonce.
Heidischnucke - 28. Feb, 20:05