Statistik
Die drei Onlinetage bei Anbieter B waren erfolgreich. Es funktioniert also noch. Die Auswahl liest sich, wie hungrig im Supermarkt eingekauft.
Es hatten sich im Laufe der letzten 14 Tage 22 Interessenten gemeldet.
Sechs davon waren Scammer. Das finde ich eine ziemlich hohe Quote für das seriöse Image des Anbieters. Allerdings geht man dort sehr schnell gegen die Leute vor und schmeißt sie wieder raus.
Sechs waren für mein Suchraster nicht interessant. Zu unattraktiv, älter wirkend (oder mit gefaktem Alter und schlechter Selbsteinschätzung), zu alt*, nicht gebildet genug, nicht meine Wellenlänge oder eine Mutter für ihre Kinder suchend.
Vier weitere fielen weg, weil schon ihr Profil verriet, daß sie nur Beischlafbettler sind. (Man könnte auch Fremdgänger und Bindungsunwillige sagen, ich finde dieses Wort aber viel treffender.)
Sechs bleiben, mit denen ich mich näher befaßt habe, weil ich sie attraktiv und interessant fand. Obwohl ich noch schärfer aussieben könnte, aber meine Entscheidungskriterien müssen sich auch erst entwickeln.
Einen habe ich, wie bereits erwähnt getroffen. Das kann ein Freund aus der Nachbarschaft werden, als Mann kommt er, wenn ich auf mein Gefühl höre, nicht in Frage.
Einer sucht eher eine Brieffreundschaft. Er lebt zur Zeit im Ausland, äußert nicht, daß er angetan ist von mir und seine letzte Mail klang eher in Richtung "unterhalt mich mal, du schreibst so gut". Nö.
Einer war ein guter Mailpartner, wir gaben uns den Stift in die Hand. Mein Typ ist er nicht unbedingt, aber meine beste Freundin war begeistert und riet mir zu. (Ja, das gibt es, daß Freundinnen draufschauen!) Also verabredete ich mich für nächste Woche mit ihm.
Danach meldete sich mein Bauchgefühl. Als ich mir die letzte Mail noch einmal durchlas und das Profil ansah, fiel mir etwas auf, das ich übersehen hatte. Zwei Sätze "das muß ich dir persönlich erklären", als es um die privaten Lebensumstände ging und keine Angabe über den Familienstand.
Erst sagte ich mir: Sei nicht feige, laß dein Kopfkino, geh hin, konfrontiere dich, es kann sein, daß alles ganz anders ist. Aber das sichere Gefühl, daß mir die Situation bekannt vorkam und der Umstand, daß ich ohnehin nicht sooo schwer begeistert war, ließen mich eine Mail schreiben. Vielleicht ist so eine Mail das, was Männer an Frauen als Zickigkeit empfinden. Aber das ist nicht mein Problem, niemand hat gesagt, daß es einfach wird und ich nach fremder Pfeife tanzen werde.
Ich schrieb also, daß ein Treffen sehr kurz wäre und sich nicht lohnen würde, wenn er mir entweder sein Konzept von Unverbindlichkeit oder die Existenz einer festen Partnerin erklären wolle. Wer ein gesundes Selbstbewußtsein und seine Angelegenheiten in der Richtung geklärt hat, braucht mit einer Antwort nicht zu zögern und hat keinen Grund zum Beleidigtsein.
Ich bin gespannt. Wenn keine Antort kommt, habe ich den Termin von der Backe, was mich eher erleichtert.
Souverän war das nicht. Die Lehre daraus ist, das Mailgeplänkel dazu zu nutzen, Fragen zu stellen, wenn etwas unklar ist und dem Drängen nach einem Treffen erst nachzugeben, wenn einigermaßen Klarheit besteht, daß mein Gegenüber nicht etwas ganz anderes will als ich.
Einen gibt es, den treffe ich vielleicht nächste Woche, aber da sagt mein Bauch, daß das eher ein romantischer Sucher als ein Finder ist. Ich finde ihn sehr attraktiv und bin begeistert. Mal schauen, ob sich das hält.
Einer ist nicht ganz kompatibel, aber ich finde den Ausstieg nicht. Das war eher mein Reflex, beruflich sehr engagierte Leute erstmal gut zu finden. Aber wenn dahinter ein kleines Ehrgeizpaket mit Kommunikationsschwäche und herrischer Attitüde steht, ist das eher abtörnend.
Einer ist ganz frisch, den habe ich ins Offline-Leben mitgenommen, weil die groben Eckdaten ganz interessant waren.
Einer, der letzte im Bunde, hat wunderschöne dunkelblaue Augen und leider ein Gesicht, das verrät, daß er es mit dem Trinken etwas übertreibt. Es gibt gemeinsame Sportinteressen, die etwas seltener sind. Das ist jemand, den ich nicht von der Bettkante schubsen würde, solange er sich dafür nicht zwei Flaschen Wein hinter die Binde gießen muß. Als potentielle Partner wirkt er zu unreif. Im mittleren Alter sollte ein Mann nicht mehr aussehen wie ein zu groß geratenes Kind.
*ab 10 Jahre Unterschied
Es hatten sich im Laufe der letzten 14 Tage 22 Interessenten gemeldet.
Sechs davon waren Scammer. Das finde ich eine ziemlich hohe Quote für das seriöse Image des Anbieters. Allerdings geht man dort sehr schnell gegen die Leute vor und schmeißt sie wieder raus.
Sechs waren für mein Suchraster nicht interessant. Zu unattraktiv, älter wirkend (oder mit gefaktem Alter und schlechter Selbsteinschätzung), zu alt*, nicht gebildet genug, nicht meine Wellenlänge oder eine Mutter für ihre Kinder suchend.
Vier weitere fielen weg, weil schon ihr Profil verriet, daß sie nur Beischlafbettler sind. (Man könnte auch Fremdgänger und Bindungsunwillige sagen, ich finde dieses Wort aber viel treffender.)
Sechs bleiben, mit denen ich mich näher befaßt habe, weil ich sie attraktiv und interessant fand. Obwohl ich noch schärfer aussieben könnte, aber meine Entscheidungskriterien müssen sich auch erst entwickeln.
Einen habe ich, wie bereits erwähnt getroffen. Das kann ein Freund aus der Nachbarschaft werden, als Mann kommt er, wenn ich auf mein Gefühl höre, nicht in Frage.
Einer sucht eher eine Brieffreundschaft. Er lebt zur Zeit im Ausland, äußert nicht, daß er angetan ist von mir und seine letzte Mail klang eher in Richtung "unterhalt mich mal, du schreibst so gut". Nö.
Einer war ein guter Mailpartner, wir gaben uns den Stift in die Hand. Mein Typ ist er nicht unbedingt, aber meine beste Freundin war begeistert und riet mir zu. (Ja, das gibt es, daß Freundinnen draufschauen!) Also verabredete ich mich für nächste Woche mit ihm.
Danach meldete sich mein Bauchgefühl. Als ich mir die letzte Mail noch einmal durchlas und das Profil ansah, fiel mir etwas auf, das ich übersehen hatte. Zwei Sätze "das muß ich dir persönlich erklären", als es um die privaten Lebensumstände ging und keine Angabe über den Familienstand.
Erst sagte ich mir: Sei nicht feige, laß dein Kopfkino, geh hin, konfrontiere dich, es kann sein, daß alles ganz anders ist. Aber das sichere Gefühl, daß mir die Situation bekannt vorkam und der Umstand, daß ich ohnehin nicht sooo schwer begeistert war, ließen mich eine Mail schreiben. Vielleicht ist so eine Mail das, was Männer an Frauen als Zickigkeit empfinden. Aber das ist nicht mein Problem, niemand hat gesagt, daß es einfach wird und ich nach fremder Pfeife tanzen werde.
Ich schrieb also, daß ein Treffen sehr kurz wäre und sich nicht lohnen würde, wenn er mir entweder sein Konzept von Unverbindlichkeit oder die Existenz einer festen Partnerin erklären wolle. Wer ein gesundes Selbstbewußtsein und seine Angelegenheiten in der Richtung geklärt hat, braucht mit einer Antwort nicht zu zögern und hat keinen Grund zum Beleidigtsein.
Ich bin gespannt. Wenn keine Antort kommt, habe ich den Termin von der Backe, was mich eher erleichtert.
Souverän war das nicht. Die Lehre daraus ist, das Mailgeplänkel dazu zu nutzen, Fragen zu stellen, wenn etwas unklar ist und dem Drängen nach einem Treffen erst nachzugeben, wenn einigermaßen Klarheit besteht, daß mein Gegenüber nicht etwas ganz anderes will als ich.
Einen gibt es, den treffe ich vielleicht nächste Woche, aber da sagt mein Bauch, daß das eher ein romantischer Sucher als ein Finder ist. Ich finde ihn sehr attraktiv und bin begeistert. Mal schauen, ob sich das hält.
Einer ist nicht ganz kompatibel, aber ich finde den Ausstieg nicht. Das war eher mein Reflex, beruflich sehr engagierte Leute erstmal gut zu finden. Aber wenn dahinter ein kleines Ehrgeizpaket mit Kommunikationsschwäche und herrischer Attitüde steht, ist das eher abtörnend.
Einer ist ganz frisch, den habe ich ins Offline-Leben mitgenommen, weil die groben Eckdaten ganz interessant waren.
Einer, der letzte im Bunde, hat wunderschöne dunkelblaue Augen und leider ein Gesicht, das verrät, daß er es mit dem Trinken etwas übertreibt. Es gibt gemeinsame Sportinteressen, die etwas seltener sind. Das ist jemand, den ich nicht von der Bettkante schubsen würde, solange er sich dafür nicht zwei Flaschen Wein hinter die Binde gießen muß. Als potentielle Partner wirkt er zu unreif. Im mittleren Alter sollte ein Mann nicht mehr aussehen wie ein zu groß geratenes Kind.
*ab 10 Jahre Unterschied
Heidischnucke - 5. Mär, 12:40